ASD-NET: Autismus-Spektrum-Störungen über die Lebensspanne

Das Ziel des Verbundes ASD-NET ist es, Autismus-Spektrum-Störungen (ASD) in der gesamten Komplexität zu erforschen. Dies reicht von der Forschung zu den Krankheitsmechanismen bis hin zur Versorgungssituation der Betroffenen.

Das ASD-NET ist ein Verbund im Rahmen des Forschungsnetzes für psychische Erkrankungen (www.fzpe.de) und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

 


Unsere Forschungsstandorte

Klinik und Poliklinik für Kinder- u. Jugendpsychiatrie, Psychosomatik u. Psychotherapie

Klinik und Poliklinik für Kinder- u. Jugendpsychiatrie, Psychosomatik u. Psychotherapie
Margarete-Höppel-Platz 1
97080 Würzburg

Direktor: Prof. Dr. med Marcel Romanos

Telefon: +49 (0) 931 - 201 78010
             (Direktionssekretariat)

E-Mail:
Webseite: www.kjp.ukw.de

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Abteilung Klinische Psychologie

J5
68159 Mannheim

Leitung: Prof. Dr. Peter Kirsch

Telefon: + 49 (0) 621-17036502
             (Sekretariat Prof. Kirsch)

E-Mail: carina.sauer@zi-mannheim.de
Webseite: www.zi-mannheim.de

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Klinische Psychologie und Behaviorale Neurowissenschaft

Chemnitzer Straße 46
01187 Dresden

Leitung: Prof. Dr. Philipp Kanske

Telefon: + 49 (0) 351-463-38577
             (Prof. Dr. Philipp Kanske)

E-Mail: Philipp.Kanske@tu-dresden.de
Webseite: psy2.psych.tu-dresden.de

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Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Campus Benjamin Franklin
Hindenburgdamm 30
12203 Berlin

Telefon: -
             (Prof. Dr. med. Stefan Röpke)

E-Mail: info@asd-net.de
Webseite: psychiatrie.charite.de

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Spezialambulanz für Autismus-Spektrum-Störungen

J5
68159 Mannheim

Leitung: Dr. Tanja Schad-Hansjosten

Telefon: +49 (0) 621 1703-4808
             (Dr. Tanja Schad-Hansjosten)

E-Mail: info@asd-net.de
Webseite: www.zi-mannheim.de

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Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

von Siebold-Straße 5
37075 Göttingen

Direktorin: Prof. Dr. med. Luise Poustka

Telefon: +49 (0) 551 39-66727
             (Sekretariat KJP)

E-Mail: info@asd-net.de
Webseite: www.user.gwdg.de

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Soziale Neurowissenschaft

Stephanstraße 1a
04103 Leipzig

Direktorin: Prof. Dr. Tania Singer

Telefon: + 49 (0) 341 9940-149
             (Dr. Katrin Preckel)

E-Mail: preckel@cbs.mpg.de
Webseite: www.cbs.mpg.de

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Social Neuroscience Lab | SNL

Center of Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)
Ratzeburger Allee 160
Geb. 66
23562 Lübeck

Arbeitsgruppenleitung: Prof. Dr. Sören Krach; Jun.-Prof. Dr. Frieder Paulus

Telefon: +49 451 3101-7529
             (Annalina Mayer)

E-Mail: mayer@snl.uni-luebeck.de
Webseite: www.snl.uni-luebeck.de

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Psychosziale Medizin und Entwicklungsneurowissenschaften

Uniklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Fetscherstr. 74
PSM Haus 71
01307 Dresden
Leitung: Prof. Dr. med. Stefan Ehrlich

Telefon: + 49 (0) 351 458 2244
             (Chefsekretariat der Klinik)

E-Mail: KJPForschung@uniklinikum-dresden.de
Webseite: www.uniklinikum-dresden.de

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Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

Uniklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Fetscherstr. 74
KJP Haus 71
01307 Dresden

Direktor: Prof. Dr. med. Veit Roessner

Telefon: + 49 (0) 351 458 2244
             (Chefsekretariat der Klinik)

E-Mail: KJPForschung@uniklinikum-dresden.de
Webseite: www.kjp-dresden.de

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Abteilung Genetische Epidemiologie in der Psychiatrie

Universität Mannheim, J5
68159 Mannheim

Wissenschaftliche Direktorin: Prof. Dr. Marcella Rietschel

Telefon: + 49 (0) 621-1703-6052
             (PD Dr. Stephanie Witt, Leiterin des Molekularbiologischen Labors und der Biobank)

E-Mail: stephanie.witt@zi-mannheim.de
Webseite: www.zi-mannheim.de

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Department für Versorgungsforschung

Ammerländer Heerstrasse 140
26129 Oldenburg

Leitung: Prof. Dr. Falk Hoffmann

Telefon: + 49 (0) 441 798 2772
             (Sekretariat des Departments für Versorgungsforschung)

E-Mail: juliana.hoefer@uni-oldenburg.de
Webseite: www.uni-oldenburg.de

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Spezialambulanz für Autismus-Spektrum Störungen

Schützenstr. 49
35039 Marburg

Leitung der Spezialambulanz: Prof. Dr. Inge Kamp-Becker

Telefon: +49 (0) 6421 - 586 6469
             (Dr. Sanna Stroth, Dipl.-Psych.)

E-Mail: stroth@staff.uni-marburg.de
Webseite: www.ukgm.de

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Die Karte zeigt alle am ASD-NET beteiligten Forschungsstandorte. Klicken Sie auf die Standorte, um mehr zu erfahren.



Das Forschungsnetzwerk

Autismus-Spektrum-Störungen (englisch autism spectrum disorder, ASD) sind schwerwiegende, lebenslange und kostenintensive Erkrankungen, die die Lebensqualität der Betroffenen in allen Lebensbereichen und über die gesamte Lebensspanne beeinträchtigen. Der Forschungsverbund „ASD-Net“ umfasst Deutschlands führende Expertinnen und Experten sowohl in Bezug auf klinische als auch die wissenschaftliche Kompetenz im Bereich ASD. In dem Verbundprojekt werden die Herausforderungen dieses Störungsbildes im Bereich der Diagnostik, Therapie und Gesundheitsversorgung angegangen, Lösungsmöglichkeiten erarbeitet und umgesetzt. Das Konsortium umfasst Deutschlands größte Kohorte an Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die alle nach einem einheitlichen Goldstandard (mit den diagnostischen Verfahren ADOS und ADI-R) diagnostiziert wurden.

Förderziele

Das zentrale Ziel des ASD-Net ist es, Autismus-Spektrum-Störungen in ihrer gesamten Komplexität zu erforschen: Von der Grundlagenwissenschaft bis zur Versorgungssituation. Ein wichtiger Schritt für die Translation in die klinische Praxis ist es, die Kosten für das Gesundheitssystem zu erfassen und durch validere Diagnosen und individualisierte Therapien eine effizientere Versorgung zu erreichen. Mittels der hohen integrativen Struktur des Konsortiums ASD-Net in Kombination mit der Expertise in klinischer und wissenschaftlicher Hinsicht, soll eine Reduzierung individueller Beeinträchtigung, Leid und sozialer Stigmatisierung auf Seiten der Betroffenen und eine effizientere Versorgung für das Gesundheitssystem erreicht werden. Die Arbeit des Konsortiums gliedert sich in drei Cluster: Diagnostik, Therapie und Gesundheitsökonomie.

Unsere Forschungsleiter

Prof. Dr. Inge Kamp-Becker ist die Koordinatorin des Forschungsverbunds ASD-Net im Rahmen des Forschungsnetzes für psychische Erkrankungen, gefördert durch das BMBF. Durch ihre wissenschaftliche Untersuchung der ASD konnte sie in den letzten Jahren bedeutsam zur Grundlagenforschung hinsichtlich Diagnostik und Behand­lung der ASD in Deutschland beitragen. Prof. Kamp-Becker leitet an der Marburger KJP die Spezialambulanz für ASD, die deutschlandweit eine der Hauptanlaufstellen für betroffene Familien ist. Sie ist eine der führenden Forscherinnen auf dem Feld der ASD und erhielt 2011 in Anerkennung ihrer diagnostischen und genetischen Untersuchungen zu hoch-funktionalen ASD den renommierten Hermann-Emminghaus-Preis. Gemeinsam mit der stellvertretenden Koordinatorin Dr. Anne-Kathrin Wermter konnte die Forschung zu genetischen Grundlagen und differential-diagnostischen Aspekten der ASD in den vergangenen Jahren sichtbar  vorangebracht werden. Prof. Dr. Veit Roessner ist ärztlicher Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie der Technischen Universität Dresden. Diese verfügt über die größte universitäre Autismus-Ambulanz und -Therapie­zentrum in Deutschland. Die Autismus-Ambulanz besteht seit über 30 Jahren und es werden pro Jahr mehr als 700 Patienten von 24 Mitarbeitern betreut. Gemeinsam mit Prof. Dr. Stefan Ehrlich, dem Leiter des Bereichs Psychosoziale Medizin und Entwicklungsneurowissenschaften, werden an der KJP zur Untersuchung verschiedener kinder- und jugendpsychiatrischer Störungsbilder neuro­psychologische und bildgebende Ansätze kombiniert mit psychoendokrinologischen und psycho­pharmakologischen Methoden. Die beiden Wissenschaftler sind ausgewiesene Experten im Bereich relevanter Differentialdiagnosen und Komorbiditäten von ASD und bringen eine ausgezeichnete Expertise im Bereich der Bildgebung mit in das ASD-Net ein. Prof. Dr. Stefan Röpke ist Leiter der Spezialambulanzen für ASD, Persönlichkeitsstörung und der posttraumatischen Belastungsstörung an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Charité - Universitätsmedizin Berlin. Er verfügt über methodenübergreifende Erfahrung in der Erforschung von Prozessen der Emotionsverarbeitung und von sozialen Kognition bei psychiatrischen Störungsbildern (z.B. ADHS oder Persönlichkeitsstörungen) und in der Entwicklung von psychometrischen Instrumenten. Prof. Dr. Luise Poustka ist Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters an der Georg-August Universität Göttingen. Sie leitet die Spezialambulanz für ASD sowie die Forschergruppe zu ASD mit den Schwerpunkten der Konnektivität des Gehirns, Genetik, Diagnostik und Differentialdiagnostik, Persönlichkeit und Interventionen bei ASD. Frau Poustka ist Mitglied des europäischen Netzwerkes „Enhancing the Scientific Study of Early Autism“ (ESSEA COST) und ist mit Dr. Tanja Schad-Hansjosten, Leiterin der Spezialambulanz für Autismus-Spektrum-Störungen am ZI in Mannheim, an nationalen und europäischen Multicenter-Studie zur Erforschung der ASD beteiligt. Prof. Dr. Peter Kirsch ist Leiter der Abteilung für Klinische Psychologie am Zentralinstitut für seelische Gesundheit und Professor für Klinische Psychologie an der medizinischen Fakultät Mannheim, Universität Heidelberg. Er ist einer der führenden Forscher im Bereich der Wirkung von Oxytocin und dessen Rolle bei sozialen Kognitionen unter Verwendung von Pharmako-fMRT sowie Imaging-Genetik und der Kombination beider Ansätze. Prof. Dr. Tanja Singer ist Direktorin der Abteilung Social Neuroscience am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig und international bekannte Expertin in der Erforschung von Empathie. Mit Prof. Dr. Philipp Kanske von der Technischen Universität Dresden werden neurowissenschaftliche und klinische Expertise in der Untersuchung sozialer Kognitionen bei Menschen mit ASD auf optimale Weise vereint. Gemeinsam mit Prof. Dr. Sören Krach und Jun. Prof. Dr. Frieder M. Paulus vom Neuroscience Lab an der Universität zu Lübeck verfügt die Arbeitsgruppe über fundierte Expertise im Bereich der MRT-Bildgebung. Prof. Dr. Falk Hoffmann ist Epidemiologe mit umfassender Erfahrung im Bereich der Gesundheitsforschung. Er leitet die „Abteilung Ambulante Versorgung und Pharmakoepidemiologie“ am Department Versorgungsforschung der Universität Oldenburg. Er ist ausgewiesener Experte für Psychopharmakologie sowie der Inanspruchnahme und den Kosten von neuropsychiatrischen Störungen. Prof. Dr. Marcella Rietschel ist Direktorin der Abteilung für Genetische Epidemiologie in der Psychiatrie am Zentralinstitut für seelische Gesundheit, Mannheim. Sie ist eine international anerkannte Expertin im Bereich der genetischen und umweltbedingten Grundlagen bei psychiatrischen Störungsbildern sowie der genetischen Grundlagen der Therapie-Response (Pharmakogenetik) und der Rolle von Gen-Umwelt- und Gen-Gen-Interaktionen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Analyse von epigenetischen Mechanismen und deren Interaktion mit Variationen im Genom. Das Molekulargenetische Labor der Abteilung führt unter der Leitung von Frau PD Dr. Stephanie Witt eine der deutschlandweit größten Biobanken für psychiatrische Erkrankungen.