Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim


Die Abteilung für Genetische Epidemiologie in der Psychiatrie erforscht die biologischen und umweltbedingten Grundlagen von psychiatrischen Störungen sowie deren Interaktion und die genetischen Grundlagen der Therapie-Response (Pharmakogenetik).

Eine umfassende Biomaterialsammlung ist Voraussetzung für die psychiatrisch-genetische Forschung. Die Biomaterialien dienen zur Erforschung von Biomarker Panels, die aufgrund ihres höheren Informationsgehaltes in der Lage sind, komplexe, biochemische Netzwerke abzubilden, und daher einen potentiell höheren Nutzen für Diagnose, Prognose und Behandlung haben.

In der Biobank werden unter anderem  Blut, Speichel, DNA, mRNA, Plasma, Serum, Haare und Urin asserviert. Dabei handelt es sich um Biomaterialien von allen Patienten, Verwandten und Kontrollen, die von der Abteilung und Kooperationspartnern rekrutiert werden, sowie von Personen aus der Allgemeinbevölkerung. Die Forschung der Abteilung konzentriert sich auf die Suche nach Zusammenhängen genetischer Risikofaktoren für psychiatrische Störungen mit klinischer Symptomatik und Verlauf. Hierbei werden Kandidatengen-, als auch genomweite Ansätze verfolgt.

Ein neuer Forschungsschwerpunkt ist die Untersuchung epigenetischer Faktoren. Zur Auswertung der genetischen, epigenetischen und phänotypischen Daten wird ein breites Spektrum an state-of-the-art statistischen und bioinformatischen Methoden angewendet. Dazu zählen Single- und Multi-Marker Analysen, bei denen die Informationen mehrerer (epi-) genetischer Marker integriert werden und dadurch die Vorhersage des Outcome-Maßes verbessern. Es sind auch Verfahren etabliert, die es ermöglichen, ein genomweites Profil, wie z.B. den sogenannten polygenen Risiko-Score zu bilden und somit die Fülle der Information des kompletten menschlichen Genoms zu nutzen.


Forschungsprojekte


Kandidatengene des Oxytocinpathway

Diese Studie richtet sich an Menschen mit der Diagnose Autismus-Spektrum-Störung. Wir untersuchen einzelne Gene, die mit dem Oxytocin-Stoffwechsel zusammenhängen.

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